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Minergie

Minergie ist ein Baustandard für neue und modernisierte Gebäude. Die Marke wird von der Wirtschaft, den Kantonen und dem Bund gemeinsam getragen und ist vor Missbrauch geschützt.
Im Zentrum steht der Komfort – der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige Bauhülle und eine systematische Lufterneuerung.

Der spezifische Energieverbrauch gilt als Leitgrösse, um die geforderte Bauqualität zu quantifizieren. Dadurch ist eine zuverlässige Bewertung gegeben. Relevant ist nur die zugeführte Endenergie.

Der Baustandard Minergie geniesst eine breite Akzeptanz. Gründe gibt es viele, der wichtigste: Bauherrschaften, Architekten und Planer, sind in der Gestaltung, in der Materialwahl und in der inneren und äusseren Struktur eines Gebäudes völlig frei.

Das wichtigste in Kürze

Der MINERGIE-Standard ist ein freiwilliger Baustandard, der den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Senkung der Umweltbelastung ermöglicht.
Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden:

•    Primäranforderung an die Gebäudehülle
•    Ganzjährig kontrollierbarer Luftwechsel
•    MINERGIE®-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl)
•    Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer
•    Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend
      Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugung
•    Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen
      Vergleichsobjekten auf maximal 10%

Bei MINERGIE wird das Ziel als Grenzwert im Energieverbrauch definiert. Die Wege dazu sind vielfältig. Wichtig ist, dass das ganze Gebäude als integrales System betrachtet wird: die Gebäudehülle mit der Haustechnik. Bei der Haustechnik mit Heizung, Lüftung und Warmwasseraufbereitung sind weniger Additionen, sondern sinnvolle Kombinationen gefragt. In MINERGIE-Gebäuden mit minimalem Heizenergieverbrauch spielt der Energieträger für die Heizung eine untergeordnete Rolle. Der Warmwasserverbrauch dagegen wird in der Energiebilanz verhältnismässig wichtig. Lösungen mit erneuerbaren Energien (z.B. Sonnenkollektoren) bieten sich hier an.

Der Standard MINERGIE-P bezeichnet und qualifiziert Bauten, die einen noch tieferen Energieverbrauch als MINERGIE anstreben. MINERGIE-P bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Als ungenügend erweist sich insbesondere, das Projekt eines MINERGIE-Hauses lediglich mit einer zusätzlichen Wärmedämmschicht einzupacken. Ein Haus, das den sehr strengen Anforderungen von MINERGIE-P genügen soll, ist als Gesamtsystem und in allen seinen Teilen konsequent auf dieses Ziel hin geplant, gebaut und im Betrieb optimiert.

Der Standard MINERGIE-P stellt hohe Anforderungen an das Komfortangebot und an die Wirtschaftlichkeit. Zum erforderlichen Komfort gehört namentlich auch eine gute und einfache Bedienbarkeit des Gebäudes, bzw. der technischen Einrichtungen.
Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden:

•    Primäranforderung an die Gebäudehülle
•    spezifischer Wärmeleistungsbedarf
•    Lufterneuerung mittels einer Komfortlüftung
•    MINERGIE-P-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl)
•    Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer
•    Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend
      Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugung
•    Luftdichtigkeit der Gebäudehülle
•    Haushaltgeräte
•    Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen
      Vergleichsobjekten auf maximal 15%

MINERGIE-P ist definiert für alle Gebäudekategorien, Ausnahme: Hallenbäder sind nicht zertifizierbar.

Vom Niedrig- zum Nullenergiehaus
Mit dem neuen Standard nimmt der Verein MINERGIE eine Entwicklung vorweg, die durch die Richtlinie 2010/31 der Europäischen Union zusätzlich an Fahrt gewonnen hat. Mit dem Dekret verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten, bis 2020 Vorgaben für den Energiebedarf von Neubauten «bei fast Null» zu setzen. Bis in zehn Jahren sollen in der EU neue Bauten «Nearly zero-energy Buildings», NZEB, sein. Mit dem A-Standard geht MINERGIE noch einen Schritt weiter, indem eine gänzliche Deckung des Restbedarfs durch erneuerbare Energien Teil der Anforderungen ist. Ganz neu sind derartige Hauskonzepte, zumindest für die Fachwelt, nicht. Einem grösseren Kreis bekannt sein dürften die Nullenergiehäuser in Wädenswil; auch das Nullenergiehaus an der Heureka auf der Zürcher Allmend wurde von vielen Interessenten besucht. Schliesslich verbrauchen in der Schweiz eine ganze Reihe von Privathäusern in der Bilanz keine Energie für Raumheizung, Lufterneuerung und Wassererwärmung. Das Knowhow für die Planung und den Bau von Nullenergiehäuser ist also vorhanden. Mit der Standardisierung ermöglicht der Verein MINERGIE aber klare begriffliche Festlegungen sowie eine systematische Bewertung dieser umweltfreundlichen Bauweise.

 

Aufbauend auf dem bewährten System ist in Kooperation der Vereine MINERGIE und eco-bau das Verfahren von MINERGIE-ECO weiter entwickelt worden. Neu kann nicht nur Neubauten, sondern auch modernisierten Gebäuden das Zertifikat MINERGIE-ECO verliehen werden. Aufgrund bewährter Planungswerkzeuge erlaubt MINERGIE-ECO neben der Möglichkeit, ein nachhaltiges Gebäude zu planen und zu optimieren, auch einen einfachen und reibungslosen Zertifizierungsablauf.
Das neue Nachweisverfahren von MINERGIE-ECO ist für Verwaltungsbauten, Schulen und Wohnhäuser anwendbar. Für kleine Wohnbauten mit maximal 500 m2 Energiebezugsfläche kann auch das vereinfachte, bisherige Verfahren angewendet werden.


Einen Überblick über die Minergie-Objekte, die wir erstellt haben erhalten Sie in der Gebäudeliste auf www.minergie.ch