Klimaholzhaus® bauen: Diese Gründe sprechen dafür
Im Klimaholzhaus® bewegt sich die Luftfeuchtigkeit immer in einem angenehmen Bereich. Aber wie funktioniert das überhaupt? Warum ist das Wohnklima im Lignotrend-Klimaholzhaus® das ganze Jahr über ideal?
Was ist ein Klimaholzhaus®?
Das Lignotrend-Klimaholzhaus® ist ein raffiniertes System, bei dem Massivholzelemente kreuzweise auf Abstand zu einer formstabilen Konstruktion verleimt werden. Es besteht aus Bauteilen für Aussen- und Innenwände, Decken- und Dachkonstruktionen sowie aus Elementen für die Wärmedämmung und die Raumakustik. Wir bauen damit Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser, Büro- und Schulgebäude, aber auch Aufstockungen und Anbauten. Dabei ist das System an kein Rastermass gebunden und es gibt deshalb auch keine Einschränkungen bei der architektonischen Gestaltung. Ausserdem können die Wandelemente mit beliebigen Materialien eingekleidet werden. Zum Beispiel mit Holz, aber auch mit Gipsplatten als Grundlage für den Abrieb. Die Wände können aber auch direkt ab Werk mit einer Sichtoberfläche geliefert werden. Frag uns einfach an und wir tauschen uns über die Möglichkeiten aus.

Neben weiteren Vorteilen wie der Stabilität, der angenehmen Raumakustik und dem hohen Feuerwiderstand punktet das Klimaholzhaus® vor allem mit einer Eigenschaft: Dank der Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist das Raumklima das ganze Jahr über angenehm.

Warum ist das Wohnklima
im Klimaholzhaus® besonders angenehm?
Holz hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Beim Klimaholzhaus® funktioniert dieser Effekt aussergewöhnlich gut. Denn dank dem speziellen Grundriss mit den kreuzweise verleimten Bauteilen ist die Holzoberfläche sehr gross. Dadurch kann das Klimaholzhaus® viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen als andere Bausysteme und die Luftfeuchtigkeit befindet sich ganzjährig in einem angenehmen Bereich: Im Sommer steigt sie nicht über 50 Prozent, im Winter fällt sie nicht unter 40 Prozent. Diese Werte sind phänomenal und machen das Wohnklima im Klimaholzhaus® einzigartig.
Die nachfolgende Grafik zeigt im Vergleich, wie viel Feuchtigkeit die verschiedenen Holzsysteme speichern können. Wird das Holz wie bei Rahmen- und Ständerbauwänden nur als Stützen verbaut, bleiben die grossen Vorteile des Holzes ungenutzt. Auch bei Systemen mit massiven Holzwänden wie zum Beispiel Brettsperrholz, CLT-Platten sowie verdübelten und unverleimten Brettlagen gibt es viel weniger feuchtigkeitsrelevante Holzoberflächen, die das Wohnklima positiv beeinflussen könnten. Dadurch kann nur etwa die Hälfte der Feuchtigkeit gespeichert werden.

Hat man im Holzhaus trockene Luft?
Nein, darüber musst du dir keine Sorgen machen. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, reguliert das Lignotrend-Klimaholzhaus® die Luftfeuchtigkeit so, dass sie sich immer im idealen Bereich befindet. Das gilt auch für die Heizperiode im Winter. Denn während das Holz in den Sommermonaten der Luft die Feuchtigkeit entzieht und sie in den Elementen speichert, gibt sie diese im Winter wieder an die Umgebungsluft ab. Somit musst du dich nicht vor trockener Raumluft fürchten, die im Übrigen nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund ist.
Wird es im Holzhaus
im Sommer heiss?
Ob es in einem Gebäude warm wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Am meisten Wärme dringt durch die Fensterflächen in den Wohnraum. Die Wahl der Gläser ist also wichtig. Ebenfalls Einfluss auf die Innentemperatur haben auch allfällige Beschattungen.
Was aber wichtig ist: Das Holz selbst führt nicht zu heissen Temperaturen. Ganz im Gegenteil. Auch hier hilft wieder die raffinierte Luftfeuchtigkeitsregulierung. Denn eine hohe Luftfeuchtigkeit führt zu einem schwülen Klima. Weil die Feuchtigkeit im Sommer aber der Luft entzogen und in den Holzelementen gespeichert wird, kann genau das verhindert werden. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, bei Aussenwänden und vor allem beim Dach Holzfasern als Wärmedämmung einzusetzen. Diese bieten im Sommer einen guten Hitzeschutz und lassen nur wenig Wärme ins Gebäudeinnere dringen.
Das Wohnklima im Holzhaus fühlt sich also auch im Sommer angenehm an. Und: Weil Holz etwa die gleiche Oberflächentemperatur wie der menschliche Körper hat, ist es sehr behaglich, an einer Holzwand zu sitzen oder zu schlafen.
Ist die Aufnahme von
Feuchtigkeit für das Holz
kein Problem?
Oder führt das irgendwann zu Schäden?
Auch da können wir dich beruhigen. Holz besteht aus Leitungs- und aus Stützzellen. In den Hohlräumen der Leitungszellen wird die Feuchtigkeit gespeichert.

Auch im Sommer steigt die Holzfeuchtigkeit durch das Speichern nicht auf über 13 Prozent. Dieser Wert entspricht nach wie vor trockenem Holz. Du hast also nicht plötzlich übermässig feuchtes Holz im Haus und musst dir deshalb auch keine Gedanken über Schäden machen.
Brauchen Holzhäuser
eine Lüftung?
Wenn du deine Räume durch das Öffnen der Fenster lüftest, lässt du im Sommer heisse und im Winter kalte Aussenluft ins Haus. Damit kühlst du die Räume ungewollt herunter oder du lässt die Hitze herein. Mit einer kontrollierten Wohnungslüftung kannst du dem entgegenwirken. Im Idealfall erfolgt die Frischluftzufuhr dann über einen Erdwärmetauscher. Dabei wird die Aussenluft über eine Rohrleitung, die circa 1,5 Meter unter dem Erdreich verlegt ist, langsam ins Gebäudeinnere geführt. Weil im Erdreich konstant etwa 7 Grad herrschen, ändert auch die Aussenluft beim langsamen Transport ihre Temperatur. So wird im Winter zum Beispiel die −5 Grad kalte Luft auf etwa 3 Grad erwärmt und im Sommer wird die 30 Grad heisse Luft auf etwa 20 Grad heruntergekühlt. Somit kommt im Winter wärmere Luft und im Sommer kühlere Luft in die Räume, als es über das Fenster passieren würde. Dadurch sparst du auch Energie: Kühlst du im Winter die Räume unnötig herunter, ist der Stromverbrauch durch das Heizen höher.
Wir empfehlen deshalb eine kontrollierte Wohnungslüftung. Aber auch deine Bedürfnisse sind uns wichtig. Ob eine kontrollierte Wohnungslüftung auch für dich die richtige Lösung ist, finden wir am besten gemeinsam heraus.
Gibt es einen wissenschaftlichen Beweis für das gute Klima im Klimaholzhaus®?
Wir haben selbst weit über 100 Klimaholzhäuser gebaut und sehr viele begeisterte Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. Weil wir aber zusätzlich auch einen wissenschaftlichen Beweis wollten, haben wir in einem Mehrfamilienhaus in verschiedenen Räumen und an verschiedenen Stellen in den Elementen zahlreiche Messsonden verbauen lassen. Über drei Jahre hinweg generierten die Messungen, die auch von Fachhochschulen begleitet wurden, eine riesige Datenflut. Und das Ergebnis war eindeutig: Unabhängig vom Verhalten der Bewohnenden und unabhängig davon, ob die Wohnungen eine kontrollierte Wohnungslüftung hatten oder nicht, konnten wir die positiven Eigenschaften des Klimaholzhauses belegen. Wir konnten beweisen, dass die Holzfeuchtigkeit im Sommer ansteigt und dass sie sich während der Heizperiode im Winter verringert – und dass die Luftfeuchtigkeit das Wohnklima positiv beeinflusst.
Weitere Infos dazu findest du über diesen Link.